Keine KI, dann auch keine Suche
Schulen, die Googles KI-Funktionen deaktivieren möchten, verlieren offenbar auch den Zugang zur klassischen Google-Suche. Ein weiteres Indiz dafür, wie generative KI zunehmend fester Bestandteil digitaler Dienste ist.
Schulen möchten selbst entscheiden, ob und wie generative KI im Unterricht eingesetzt wird. Doch diese Entscheidung könnte zunehmend schwieriger werden.
Wie mehrere Medien berichten, führt die Deaktivierung bestimmter KI-Funktionen bei Google dazu, dass auch die klassische Google-Suche für Schüler:innen nicht mehr verfügbar ist [1][2][3].
Damit wird aus einer Entscheidung gegen generative KI zugleich eine Entscheidung gegen eine etablierte Suchmaschine.
Der Fall zeigt, wie eng generative KI inzwischen mit bestehenden digitalen Diensten verknüpft wird. KI ist nicht mehr nur eine zusätzliche Funktion, die sich unabhängig aktivieren oder deaktivieren lässt, sondern wird zunehmend zum festen Bestandteil der digitalen Infrastruktur.
Ein weiteres Indiz für eine postgenerative Welt, in der nicht mehr nur der Einsatz von KI zur Entscheidung steht, sondern auch die Frage, ob man auf sie überhaupt noch verzichten kann.
Quellen
- [1] heise online: Google: Schulen, die KI-Tools deaktivieren, verlieren auch Zugang zur Suche (öffnet in neuem Tab)
- [2] DER SPIEGEL: Google blockiert Suchfunktion, wenn Schulen KI ablehnen (öffnet in neuem Tab)
- [3] The New York Times: Google schaltet die Suche für Schulen ab, die KI ablehnen (Titel übersetzt) (öffnet in neuem Tab)
Dieses Indiz von Benedikt Brünner ist lizenziert unter
CC BY 4.0
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