Wenn die KI für uns das Web liest
Googles KI-Suche verändert das Verhältnis zwischen Menschen, Informationen und Webseiten. Ein weiterer Schritt hin zu einer digitalen Welt, in der KI nicht nur Antworten generiert, sondern zunehmend den Zugang zu Informationen übernimmt.
Google bestätigt erstmals, dass die zunehmende Nutzung seines KI-Modus das Wachstum der Werbeeinnahmen bremst. Die klassische Suche mit ihren Links und Werbeanzeigen wird zunehmend durch direkt generierte KI-Antworten ergänzt und teilweise ersetzt.
Doch wie DER STANDARD analysiert, könnte der eigentliche Verlierer das offene Web sein [1]: Wenn KI-Systeme Informationen direkt zusammenfassen, müssen Menschen die ursprünglichen Webseiten nicht mehr selbst besuchen.
Damit zeigt sich eine Entwicklung, die wir bereits im Indiz Nr. 14: „Meine Nachrichten werden nicht von mir gelesen“ beobachten konnten [2]. Dort geht es darum, dass KI-Agenten Nachrichten stellvertretend für Menschen verarbeiten. Bei der Suche übernimmt KI zunehmend eine ähnliche vermittelnde Rolle.
Was passiert mit dem Internet, wenn immer weniger Menschen selbst darin navigieren und zunehmend KI-Systeme diese Aufgabe übernehmen?
Quellen
Dieses Indiz von Benedikt Brünner ist lizenziert unter
CC BY 4.0
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