Indiz Nr. 031 Generiertes Titelbild

KI im Peer-Review: Entlastung mit Kontrollbedarf

KI verspricht schnellere Routineprüfungen, zusätzliche Fehlerfunde und konstruktives Feedback im Peer-Review. Dem stehen Fehlurteile, Verzerrungen, Manipulierbarkeit und Kontrollaufwand gegenüber – eine Zeitersparnis ist nicht garantiert.

Jeffrey Brainard stellt in Science Chancen und Grenzen KI-gestützter Begutachtung gegenüber. Mehrere Befragte sehen einen künftig breiteren KI-Einsatz als realistische Perspektive: Arjun Manrai erwartet für NEJM AI eine wachsende Rolle; die AAAI plant weitere Erprobungen. Verfahren mit KI und menschlicher Prüfung werden bereits eingesetzt. [1]

Vorteile: KI kann Berechnungen und Zahlenkonsistenz prüfen, Code ausführen und übersehene Probleme aufdecken.

Nachteile: Fehlkritiken, verkanntes Fachwissen, unnötige Zusatzforderungen, Prestigeverzerrungen und Manipulierbarkeit bleiben Risiken. Neuartigkeit und Bedeutung sind schwierig zu beurteilen; Nachprüfung kann Zeitgewinne aufzehren. [1]

Unsere Einordnung: Entscheidend ist, welche Aufgabe eine KI zuverlässig übernimmt und wie Verantwortung organisiert wird.

Zum Science-Artikel

Quellen

  1. [1] Jeffrey Brainard (03.09.2026): Can AI help solve the peer-review crisis? Here are its promises and pitfalls / Ready for the robot reviewers? Science. (öffnet in neuem Tab)

Dieses Indiz von Martin Ebner ist lizenziert unter
CC BY 4.0CCBY

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