Die KI hält die letzte Rede
Selbst der Abschied von einem Menschen wird zum Anwendungsfeld generativer KI. Ein Grazer Start-up entwickelt KI-generierte Trauerreden, auch mit einem Avatar des Wiener Dompfarrers Toni Faber.
Das Grazer Start-up „Lebensstimmen“ will KI-generierte Videobotschaften für Trauerfeiern ermöglichen. Menschen können zu Lebzeiten aus Fotos und Sprachaufnahmen eine persönliche Botschaft für das eigene Begräbnis erstellen lassen. Auch der Wiener Dompfarrer Toni Faber stellt sein digitales Abbild als auswählbaren Sprecher zur Verfügung. Jede Rede seines „Fabertar“ will er persönlich freigeben; die Videos sollen als KI-generiert gekennzeichnet werden. [1]
Im bereits veröffentlichten Indiz „Kirche zieht Grenzen“ geht es darum, dass Papst Leo XIV. Priester davor warnt, Predigten von KI schreiben zu lassen. [2] Das aktuelle Beispiel betrifft dagegen Trauerreden. Es zeigt, dass generative KI zunehmend auch für persönliche und religiöse Anlässe angeboten wird.
Quellen
Dieses Indiz von Benedikt Brünner ist lizenziert unter
CC BY 4.0
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