Die Tagesschau berichtet über KI-Bands, Kennzeichnung und den Streit ums Urheberrecht
Die Tagesschau zeigt, wie KI-Musik die Streamingdienste füllt und warum Plattformen jetzt kennzeichnen. Im Interview geht es um den GEMA-Erfolg gegen Suno, KI-Bands wie The Velvet Sundown und die Frage, was Musik ohne menschlichen Schaffensprozess noch ist.
Die Tagesschau (16. Oktober 2026) widmet KI-Musik einen eigenen Beitrag. Er bündelt mehrere Entwicklungen, die zeigen, wie weit generative KI in die Musikwelt vorgedrungen ist:
KI erfindet Künstler samt Biografie. Als Beispiel dient The Velvet Sundown, eine Band, die es nicht gibt: Songs, Bilder und Videos stammen von KI. Die Band nennt das selbst eine künstlerische Provokation.
Plattformen reagieren mit Kennzeichnung. Spotify weist KI-Künstleridentitäten als „KI Persona“ aus, Apple verlangt eine Selbstauskunft, YouTube will KI-Musikvideos künftig markieren. Der Musikwissenschaftler Markus Henrik („Dr. Pop“) hält das für den richtigen Schritt und begrüßt, dass KI-Musik aus den Charts ausgeschlossen wird.
Urheberrecht wird verhandelt. Henrik verweist auf den Prozess der GEMA gegen Suno in München: Suno müsse offenlegen, wie KI-Musik entsteht, und Urheber müssten vergütet werden, deren Werke genutzt werden.
Werkzeug oder Ersatz? Ein Duo im Beitrag nutzt KI nur sparsam im Studio (etwa Tonhöhenkorrektur, Stem-Splitting) und nicht kreativ. Henrik nennt als Gegenbeispiel den neuen Beatles-Song, bei dem KI Lennons Stimme aus einer Demo-Kassette isoliert hat.
Auffällig ist die Gegenerzählung: Live-Konzerte, handgemachte Musik und der Schaffensprozess selbst werden als das gesehen, was KI nicht ersetzen kann.
Quellen
Dieses Indiz von Benedikt Brünner ist lizenziert unter
CC BY 4.0
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