---
title: "KI-Gutachten im Vergleich: Wie verändert sich Peer Review?"
author: Martin Ebner
date: 2026-10-25
url: https://postgenerativ.at/indizien/2026-10-25/ki-gutachten-im-vergleich-wie-veraendert-sich-peer-review
lang: de
type: Indiz
summary: In der Studie von Gary King und Steven Worthington schneiden KI-Gutachten in allen untersuchten Bewertungskriterien besser ab als menschliche Gutachten. Der Befund betrifft konstruktives Feedback, nicht die Automatisierung von Publikationsentscheidungen.
tags:
  - Wissenschaft
  - Forschung
  - Hochschule
sources:
  - title: "Gary King & Steven Worthington (22.10.2026): AI Article Reviews Dominate Human Peer Reviews at Their Best: Evidence and Policy Choices. Projektseite."
    url: https://gking.harvard.edu/peerless/
  - title: "King & Worthington: Volltext der Studie (PDF)."
    url: https://gking.harvard.edu/files/peerless.pdf
  - title: "King & Worthington: Supplementary Appendix – Methoden und Robustheitsprüfungen (PDF)."
    url: https://gking.harvard.edu/files/peerless-supp.pdf
license: CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)
alternate:
  en: https://postgenerative.at/indications/2026-10-25/comparing-ai-reviews-how-is-peer-review-changing
---

# KI-Gutachten im Vergleich: Wie verändert sich Peer Review?

Gary King und Steven Worthington vergleichen KI-Gutachten mit 134 bezahlten menschlichen Gutachten zu 124 Manuskripten aus dem Dienst rapidPeer. Die Untersuchung zielt auf Verbesserungsvorschläge vor der Zeitschrifteneinreichung. Ihr zentrales Ergebnis: Die KI-Gutachten schnitten in allen sieben untersuchten Bewertungsbereichen besser ab – Theorie und Idee, Methoden, Schwächen, Rahmung, Verständlichkeit, Abbildungen und Tabellen sowie Quellen. Die umfassende Bewertung erfolgte überwiegend durch ein weiteres KI-Modell. [2]

Eine menschliche Gegenprüfung umfasst drei ehemalige Zeitschriftenherausgeber und zehn zufällig ausgewählte Gutachtenpaare: In 26 von 30 Bewertungen wurde das KI-Gutachten bevorzugt. Die Bewertenden kannten die Herkunft der Gutachten nicht, prüften jedoch auch nicht die zugrunde liegenden Manuskripte. Der Anhang dokumentiert zusätzliche Prüfungen zu Stil, Modellwahl und Fehlern. [3]

Nicht gemessen wurde, ob das Feedback tatsächlich bessere Überarbeitungen erzeugt. Die Autoren diskutieren zudem Risiken einer inhaltlichen Vereinheitlichung von Wissenschaft. [2] Unsere Einordnung: Das Indiz macht sichtbar, wie generative KI eine zentrale wissenschaftliche Praxis verändert – und wie wichtig die Unterscheidung zwischen hilfreichem Feedback und redaktioneller Entscheidung bleibt.

[Zur Artikelseite mit Volltext und Anhang](https://gking.harvard.edu/peerless/)
