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title: Gefunden von einer Maschine
author: Benedikt Brünner
date: 2026-10-23
url: https://postgenerativ.at/indizien/2026-10-23/gefunden-von-einer-maschine
lang: de
type: Indiz
summary: "Die schwerste PHP-Lücke seit über einem Jahrzehnt entdeckte kein Hacker, sondern ein KI-Modell: GPT-5.6 Sol von OpenAI. Websites weltweit, darunter Uni Wien und TU Wien, gingen vorsorglich vom Netz."
tags:
  - Software
  - Open Source
  - Sicherheit
sources:
  - title: OpenAI auf X, 21.10.2026
    url: https://x.com/OpenAI/status/2112907856018309586
  - title: "ORF.at: PHP-Lücke: Millionen Angriffsversuche im Netz"
    url: https://orf.at/stories/3445806/
  - title: "The Next Web: PHP rushes out emergency patches for two critical bugs AI found first"
    url: https://thenextweb.com/news/php2shell-php-rce-ai-openai-wiz
license: CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)
alternate:
  en: https://postgenerative.at/indications/2026-10-23/found-by-a-machine
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# Gefunden von einer Maschine

Am 21. Oktober 2026 veröffentlichte PHP Notfall-Updates für zwei kritische Lücken, über die Angreifer fremden Code auf Servern ausführen können. PHP läuft geschätzt auf rund 70 % aller Websites [1]. Cloudflare zählte binnen Stunden Millionen Angriffsversuche, zahlreiche Institutionen nahmen ihre Seiten vom Netz, in Österreich etwa Uni Wien, TU Wien und die NÖN [2].

Gefunden wurden die Lücken mit KI. Das Sicherheitsunternehmen Calif stieß im August mit OpenAIs Modell GPT-5.6 Sol darauf, im Rahmen von OpenAIs Programm „Patch the Planet“. Wiz fand die Lücken unabhängig davon ebenfalls, unter anderem mit GPT-5.6 Sol und Googles Gemini [3]. Der Fehler steckte seit über einem Jahrzehnt im Code.

Peter Steinberger, Entwickler von OpenClaw und inzwischen bei OpenAI, brachte es auf X auf einen Satz: Die Lücke, die diese Woche Chaos stiften werde, sei gefunden worden mit … GPT-5.6 Sol.

https://x.com/steipete/status/2112913060709228764

OpenAI selbst spricht von einer neuen Phase, in der KI Sicherheitslücken mit Auswirkungen auf das ganze Internet finden kann [1]. Der Name des Modells steht dabei so selbstverständlich im Vordergrund wie früher der Name des Forschers, der eine Lücke meldete.
